Presse

Ball des Sports 2010

„Die Zuhörer geben mir viel zurück“
>> Bericht lesen...

Filmball: Weidener macht Schlagzeilen

Aus Ehren- wird Hauptamt
Ein Rocker will zurück in die Zukunft
Peter Maffay feiert sein 40jähriges Bühnenjubiläum und geht 2010 auf große Tour mit dem Philharmonic Volkswagen Orchestra

München. 40 Jahre auf der Konzertbühne. Ein schönes Jubiläum. Aber wie geht man damit um? Peter Maffay sitzt mit schwarzer Rockerjacke in einem der höchsten Rockmuseen Deutschlands, ganz oben im Münchner Olympiaturm und denkt darüber nach. „Keine Ahnung." Und dann: „Manche Lieder sind wie Tattoos. Die kommen einem in den Sinn und man gestaltet sie. Man transportiert sie. Über diese Lieder stellt sich manchmal ein Dialog mit dem Publikum ein. Das Lied wird zum Bestandteil des Lebens."
Im Spätherbst 2010 wird Maffay wieder auf große Hallentour gehen. Die Konzertreihe startet am 2. November 2010 in Hamburg und wird den Deutsch-Rocker und seine Band bis 7. Dezember 2010 (Göttingen) durch 25 Städte führen.

Die Maffay-Band wird er von 80 Musikern des Philharmonic Volkswagen Orchestra begleitet. „Aber keine Bange. Wir werden nicht zu überhören sein. Es wird ein Rockkonzert werden", sagt der 60jährige. Auf dem mehr als zweistündigen Programm sollen die großen musikalischen Meilensteine aus Maffays beispielloser Karriere stehen. „Sonne in der Nacht", „Eiszeit", „Und es war Sommer", „Über sieben Brücken" und eine Reihe sehr persönlicher Maffay-Songs in neuen Arrangements.

Im Januar bringt der Musiker ein neues Album heraus. Mit bekanntem Material. Allerdings ganz neu aufgenommen: „Ganz gewaltig sogar. Man könnte sagen: Zurück in die Zukunft."
Was ist das Geheimnis von Maffays Erfolg? „Es gibt von mir den Song ‚Ich wollte nie erwachsen sein'. Diese Haltung, die dahinter steht, die wird multipliziert. Und dann kommen plötzlich Leute um die Ecke und sagen: ‚Ich auch nicht'."
Maffay: „Dann merkt man, dass das Dinge sind, die einen nicht mehr verlassen. Das ist dann so wie mit einem Adventskalender. Man öffnet ihn und holt nach und nach die Inhalte raus. Das erklärt vielleicht ein wenig, wie sich das alles seit 1970 entwickelt hat." Mit der neuen Tour will er eine Reise in die eigene Vergangenheit verwirklichen, will die Fans an „Momente" erinnern, die sie mit den jeweiligen Songs verknüpfen.
„Ich denke, dass es vielen so geht. Es kommen ja immer wieder welche, die sagen: Bei ‚Du' hab ich meinen Mann kennengelernt. Und der ist immer noch nicht weggelaufen." Die Zusammenarbeit mit dem Orchester, das hinten in der Wand wie in einem riesigen Setzkasten Platz nehmen soll, werde es in sich haben, erklärt Maffay. „Da wird einem das Zeug um die Ohren pfeifen, das finde ich genial. Die Leute kommen und wollen Hits hören. Und wir haben einige gehabt."

Und dann wartet Maffay noch mit einer großen Überraschung auf: „Es ist mein großer Wunsch, dass es in drei Jahren einen neuen Tabaluga geben wird. Es wäre von unserer Planung her ein guter Zeitpunkt und es wäre auch ein guter Abstand zur letzten Geschichte. Tabaluga ist kein Thema, das man jedes Jahr auflegt und dann spannend halten kann."
Fotos © Helmut Kunz